Wenn junge Schweden eine Band gründen – The Majority Says

Da stolpert man über irgendeinen Titel bei Spotify und puff… ist hin und weg. Du kennst das sicher. Vielen Dank an Spotify für all die Musik, die ich ohne dich nicht kennen würde. In diesem Fall hatte ich den neu gefundenen Titel sofort in meiner wichtigsten Playlist, und nach zweimaligem Anhören klickte ich auch endlich auf den Bandnamen:

 

 

 „The Majority Says“

Und nicht nur ihr Name, auch ihre Musik klingt supergut. Es ist eine dieser Bands, von denen man einfach jedes einzelne Lied hören und loben muss. Durchwegs mitreißender bis genialer Singer/Songwriter-Indie-Pop.

Noch sympathischer macht das ganze gleich noch, dass die Band aus Schweden stammt. Aktuell setzt sich die Band aus dem Sextett Jonathan Lennerbrant (Gitarre), Emil Berg (Gitarre), Mathias Jonasson (Drums), Timo Krantz (Synths & Percussion), Axel Engström (Bass) und Hanna Antonsson (Leadsängerin) zusammen. (Und, man muss es ganz einfach neidlos sagen; unverschämt gut aussehen tun die auch noch alle.)

The Majority Says
©Samuel Westergren

Die Band wurde bereits 2005 gegründet, damals allerdings unter einem anderen Namen und mit anderer Leadsängerin. Seit 2011 ist Hanna Antonsson als neue Sängerin dabei und gleich ein Jahr darauf wurde das erste Album veröffentlicht. „Under Streetlights“ war jedoch leider nur in Skandinavien erhältlich und ist restlos vergriffen.

Der Sound der Band erinnert beispielsweise an „Mumford & Sons“ oder auch „Of Monsters And Men“.

Das erste Lied, das Lied, das es mir so angetan hatte, war „Where Is The Line“.
Von allen Liedern des ersten internationalen Albums der Band, beginnt dieses Lied am leisteten. Mit Gitarren-Strums und anschließend einsetzendem Keyboard steigert sich der Song beim ersten Refrain zu einer normales Lautstärke, zu dem sich auch noch eine zweite Stimme gesellt. Zweistimmigkeit ist überhaupt eine der größten Stärken der Band. Immer wieder wird die wunderbar weiche Stimme Hanna Antonssons von ihren männlichen Kollegen untermalt, was teilweise einen nahezu atmosphärischen Klang entstehen lässt und einem nichts anderes übrig bleibt, als sich ganz in der Musik fallen zu lassen.

„Where is the line between live or just pretend…

wasting our time over and over again.

Where is the line between love and simple friends?“

-Where Is The Line, The Majority Says

Hier der YouTube-Link zum Musikvideo, das ganz einfach wunderbar ist.

 

Die Songtexte sind oft ein wenig abstrakt, lassen Raum zur Interpretation. Oft melancholisch, wie in „Silly Ghost“ oder „Kings Of The Night“. Die jungen Musiker singen von der großen Liebe, von der feinen Linie zwischen Freund und Geliebter, von der unsinnigen Anstrengung, uns mit aller Mühe unsere „Follower“ behalten zu wollen.

„Followers“, der dritte Titel des Albums, lässt sich gut als Kritik an der Funktionsweise der verschiedensten Social Media Plattformen verstehen. Oder was meint ihr?

„We live for pleasing all our followers

we live for keeping all our followers

we live for pleasing all our follower

we live for keeping it…“

-Followers, The Majority Says

Das Besondere ist, dass der mitreißende und absolut eingängige Sound die Lieder nicht zu traurigen Stimmungskillern macht, sondern trotz der Melancholie eine fröhliche Atmosphäre vorherrscht. Man möchte mitsingen und tanzen, sich ganz der Musik hingeben…

 

„I did it for you it’s true…“

-Kings Of The Night, The Majority Says

 

Diesen Newcomern ist ein Album voller Ohrwürmer gelungen. Jeder einzelne Song ist gut anzuhören- immer und immer wieder. Noch dazu ist das Album auch ein Fest für die Augen. Das Cover mit dem weißen Pfau sticht heraus und macht sich gut in jeder Sammlung.

Am einfachsten auf iTunes oder Amazon zu erwerben:

„The Majority Says“ auf Amazon

 

Also, gebt der Band eine Chance. Ich hoffe, ein paar von euch begeistert zu haben.

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