Neue faire Marken und Trends auf der WEARFAIR 2017

wearfair 2017

Während die WearFair 2017 ihr 10. Jubiläum feiert, war ich zum ersten Mal dort- ein kurzer Bericht

Die WearFair +mehr ist Österreichs größte und bekannteste Messe, bei der sich alles um Nachhaltigkeit, faire Mode, fairen Handel, Bio-Produkte und Gesundheit dreht. Neue Modelabel, Inspiration für den müllfreien Arbeitsplatz oder die Jause zum Mitnehmen, Hautpflegeprodukte als Naturkosmetik oder nachhaltiger, grüner Strom? Das alles und noch mehr gibt es auf der WearFair. (Ein schlimmer Reim.)

wearfair 2017
©wearfair +mehr/zoefotografie

Sehr sympathisch ist gleich der erste Blick in das Messegebäude, als welches die Tabakfabrik in Linz herhält. Die Stände sind durchgängig aus Karton, was wohl dem Motto der Nachhaltigkeit sehr nahe kommt- solange die auch wiederverwendet werden. In drei verschiedenen Hallen stellten über 190 Aussteller ihre Werke oder Dienstleistungen zur Schau.

Die WearFair hat 2008 als kleines Mode-Event in der Linzer Kunstuniversität begonnen und hat sich, wie erwähnt, zur größten Messe für Nachhaltigkeit in ganz Österreich „gemausert“. Ein Erfolg, der für sich und die Botschaft der WearFair spricht.

„Der Mainstream von morgen sind die innovativen und nachhaltigen Produkte der WearFair +mehr von heute.“

– Wolfgang Pfoser-Almer, Geschäftsführer WearFair

Das Rahmenprogramm der WearFair 2017 erstreckte sich von Live-Crowdfunding über spannende Vorträge zu Themen wie „Schuhe in Indien“, „Fair Fashion für alle. Aber wie?“ oder „Nachhaltig Geld anlegen“. Ein Highlight: Am Sonntag konnte man sich sogar seine eigene Wurmkiste in einem Workshop bauen! In so einer werden Regenwürmer gehalten, die so gut wie jeden organischen Müll verwerten und zu fruchtbarer Erde umwandeln können- nur: kein Fleisch bitte! Man kann sich so eine Kiste einfach in die Wohnung stellen und als Biomüll verwenden. Eine sehr spannende Idee!

wearfair 2017
Tanja vom Blog Blattrün ist mir auf meiner Entdeckungsreise zur Seite gestanden. Auf ihrem Blog findet ihr ebenfalls ein kleines Resumée zur WearFair aus ihrer Sicht.

Obwohl ich mich mittlerweile schon lange mit nachhaltigen Marken beschäftige, war einiges Neues für mich dabei. Und ein paar der für mich spannendsten Neuheiten möchte ich euch gerne vorstellen …

Faire Marken auf der WearFair 2017

Erstmals gab es die Möglichkeit, direkt auf der Messe in neue Start-Ups zu investieren. Die Marke „Rote Zora“ beispielsweise will eine Männer-Linie herausbringen.  Produziert wird ausschließlich aus Bio-Stoffen und in Deutschland. Die Motive sind für mich maritimen Fan ein Muss!

Oder die österreichische Longboard-Marke „easygoinc“: Seit einiger Zeit gibt es Hoodies, Shirts und Caps. Alles wird zu 100% in Österreich hergestellt, was mir immer sehr gut gefällt. Immerhin könnte man ja, wie andere „faire“, österreichische Firmen, nach Ungarn auslagern und müsste dort nur halb so viel Mindestlohn zahlen. Also, reinschauen lohnt sich, und die Longboards sind vom Feinsten!

wearfair 2017
©wearfair +mehr

Eine weitere Marke, in die ich mich verliebt habe: „beanie“ Die stellen wunderschöne und wirklich traumhaft weiche Mützen, Schals und Ponchos her- und das alles aus Baby-Alpaka-Wolle. Natürlich stehen auch bei dieser Marke Nachhaltigkeit, fairer Handel und Tierfreundlichkeit auf dem Programm. Wenn du mal die Gelegenheit hast- greif so ein Beanie live an, und du willst es nie wieder loslassen!

Auch die Marke „Kleider machen Leute“ hat einige spannende Stücke, die mir sehr gefallen haben. Außerdem verkaufen deren Stores auch viele andere tolle, nachhaltige Marken wie Kings of Indigo, Rains, Ecoalf …

Als letztes Beispiel gibt es noch etwas vor allem für Herren: die Marke „trueboxers„. Die haben ein paar sehr coole Boxershorts aus Bio-Baumwolle zur Auswahl- auch Badehosen, die aber leider nur aus Polyester sind. Was aber cool ist: Man kann sich auf die Hosen seine Initialen sticken lassen, falls man das möchte.

wearfair 2017
©wearfair +mehr

Essen +mehr auf der WearFair 2017

Es gab einige Möglichkeiten, auf der WearFair 2017 an gutes Essen zu kommen- und das war sogar komplett bio. Leider aber auch sehr teuer. Ich bin niemand, der bei Preisen für gutes und gesundes Essen zu genau hinsieht, aber die Hauptgerichte schlugen alle in relativ kleinen Portionen mit 10-14€ zu Buche (ohne Getränk, Salat etc.)- und das bei einer Großküche, wo das leckere Risotto in Riesentöpfen schon bereit stand und über Stunden warm gehalten wurde.

Habe ich etwas gekauft?

Ich habe mir endlich beeswax wrap Tücher gekauft, besonders um Gemüse frisch zu halten. Sie funktionieren wirklich sehr gut und ich kann die Marke „abeego“ sehr empfehlen! Die haben ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Außerdem zählen wir auch endlich besonders schöne Stahl-Boxen zum Mitnehmen von Jause zu unserem Haushalt.

 

Fazit zur WearFair 2017

Ich danke für die Einladung und komme nächstes Jahr sicher wieder vorbei! Nachdem ich nun einen ersten Überblick sammeln konnte, ist mir jetzt viel klarer, wie diese Messe funktioniert und ich bin gespannt, wie sie sich entwickelt! Es gab unzählige neue Marken und Unternehmen zu entdecken, die zu unterstützen sich lohnt. Man kann schon an ganz vielen Ständen auch mit Karte zahlen und alles hat ziemlich gut organisiert gewirkt. Weiter so!


*Zur Transparenz: Ich wurde auf die Messe eingeladen und bekomme Reisekosten erstattet. Eine Vergütung erfolgte nicht, meine Meinung bleibt unbetroffen.

3 comments

  1. Heyho!
    Toller Artikel – Und danke für den rote Zora-Tipp! (Ich war so überladen mit Ausstellereindrücken, dass ich eh wieder nur die Hälfte mitbekommen hab. :D)

    Hat sehr viel Spass gemacht mit euch!
    Liebe Grüße

    1. Hey!
      Danke dir! 🙂 Ja, die Rote Zora ist mir so ins Auge gesprungen, weil ich die Muster toll fand! 😀

      Fand es auch super mit euch!
      Liebe Grüße!

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