Der Lärm der Welt | Wieso deine Ohren gefährdet sind

Lärm

Der Tag gegen Lärm letzte Woche ging ziemlich laut an mir vorbei- erst habe ich ein wenig Playstation gespielt, dann Musik gehört und etwas gesungen. Jetzt gerade sitze ich nach einer langen Fahrt nach Budapest in einem Tattoostudio, werde von einer Nadel und weiterer Musik beschallt. Es ist gute Musik, und die Nadel ist eben laut. Aber wieder muss ich daran denken, wie omnipräsent Lärm mittlerweile schon ist.

Lärm

 

Hast du schon einmal darauf geachtet, wie lange und wie oft dich welche Art von Lärm umgibt? Und wann hast du letztes Mal die Stille genossen, beziehungsweise genießen können? Teilweise gibt es Wohnungen in der Stadt, in denen es gar nie komplett still wird. Nicht mal in der Nacht. Ist es da verwunderlich, dass immer mehr Menschen an Gehörproblemen leiden?

Viele werden diese Gedanken abtun- ach, kein Problem. Unser Gehör ist dafür gemacht, zu hören. Das stimmt- aber was für Dinge? Düsenjets beim Spazierengehen oder Straßenbahnen, die halbe Nacht lang? Stundenlange Discobesuche und Konzerte? Ist unser Gehör dafür wirklich ausgerüstet? Statistiken sagen; Nein. Immer mehr Menschen, vor allem die „Generation Kopfhörer“, leiden unter Gehörschäden. Und es kommt noch schlimmer: Zu viel Lärm kann sogar tödlich sein.

Lärm

 

4 Fakten zu Lärm

1. Bluthochdruck

Fühlt man sich durch Lärm zu sehr und zu oft belästigt, werden Stresshormone im Körper ausgeschüttet. Diese verengen die Blutgefäße und sorgen für Bluthochdruck. Dies kann so weit gehen, dass der Bluthochdruck Schlaganfälle oder ähnliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslöst. Klingt jetzt sehr übertrieben, passiert aber tatsächlich. In der EU sind es schon über 900.000 Fälle von Bluthochdruck, der durch Lärm ausgelöst wurde.

2. Subjektive Wahrnehmung

Ob dich eine gewisse Art von Lärm wirklich stört und stresst, hängt immer von deiner Einstellung und deinem momentanen Gemütszustand ab. Besonders, wenn man eh schon gestresst ist, kann laute Musik oder anderer Lärm dieses Gefühl noch verstärken.

3. Gehörschäden

Naheliegender als der Bluthochdruck sind Gehörschäden bei zu viel Lärm oder lautem Musikhören. Kopfhöher, vor allem In-Ear, lassen dem Schall überhaupt keinen Raum und gehen ungehindert direkt in den Gehörgang- wie es (anatomisch zumindest) gar nicht vorgesehen ist. Die feinen Haarzellen im Innenohr, die Impulse in Nervenreize übertragen, brechen bei sehr lauten Geräuschen ab. Das können jahrelange Dauereinwirkungen verursachen (wie die Nadel beim Tätowierer) oder auch so etwas Kurzes wie ein Konzert. Die Schäden sind irreparabel.

4. PAUSE

Willst du Gehörschäden vermeiden, musst du deinen Ohren Ruhepausen gönnen. Ganz einfach eigentlich, oder? Aber versuch es mal.  Meistens ist es doch schwieriger, als gedacht. Dauerbeschallung ist eine der größten Gefahren, die vor allem Jugendliche betrifft, welche in jeder freien Minuten mit Kopfhörern Musik hören. Fachleute gehen davon aus, dass es wegen vermehrter chronischer Beschallung zukünftig mehr Gehörgeschädigte geben wird.

Verwende außerdem immer Gehörschutz bei Arbeiten, die das eigentlich sowieso voraussetzen. Lass dir nicht reinreden, selbst beim Heckenschneiden oder auch beim Arbeiten mit einer Motorsäge oder Ähnlichem, kann ein Gehörschutz sehr, sehr sinnvoll sein

Lärm


Quellen

http://www.kleinezeitung.at/lebensart/gesundheit/4719400/Tag-gegen-Laerm_Gefaehrlicher-Laerm_5-Fakten-die-Sie-hoeren-sollten-

https://de.wikipedia.org/wiki/Ohr#Geh.C3.B6r

https://de.wikipedia.org/wiki/Haarzelle

2 comments

  1. Hallo Laurel,

    dieses Thema verdient mehr Gehör 😉
    Es ist echt schon heftig, wenn man mal im „ganz normalen Alltag“ auf die Geräuschkulisse achtet: Hupen, das Grundrauschen von Gesprächen, die ganze Technik überall … Denke auch, dass das alles in Summe schneller Stress auslösen kann, als bewusst ist. Lieber mit den Sinnen genießen als sie stressen 🙂

    Viele Grüße
    Miriam

    1. Hallo Miriam,

      Da kann ich dir nur recht geben! Ich merke es selbst immer wieder, seit ich darauf achte, dass mein Puls zum Beispiel steigt, wenn es in der U-Bahn plötzlich super laut wird und alles nur noch rauscht und pfeift. Ist jetzt nicht schlimm, aber so ein minimaler Stresspegel ist bei mir fast immer vorhanden, wenn es echt laut wird. Habe nur vorher noch nie drauf geachtet. Aber dieses Wissen ist schon der erste Schritt zu mehr Achtung, denke ich. 🙂
      Danke für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße,
      Laurel

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