Mit deinem täglichen Avocado-Toast zerstörst du die Welt

Avocado

Solltest du ganz erbost auf den Titel geklickt haben, um dich über meine Frechheit zu echauffieren, dir vorzuwerfen, mit einer Avocado die Welt zu zerstören, lass es gleich bleiben. Ich gebe selber zu, der Titel ist ein wenig übertrieben, aber wieso er nicht ganz von der Hand zu weisen ist, folgt sogleich:

Erst gestern wurde ich durch einen spannenden Artikel in der Zeit wieder an etwas erinnert, das mich mein täglicher Instagram-Feed gerne vergessen lässt: Die Avocado gehört nicht zu uns, und sie ist ökologisch betrachtet eine unglaublich schlechte Idee. Ich finde, das zu wissen, ist wichtig, gerade weil die Avocado so extrem mit einem nachhaltigen, gesunden und umweltbewussten Lebensstil verbunden wird- oft als Teil der veganen Ernährung. Sie ist der Inbegriff eines gesunden, bewussten Lebens. Dabei liegt hinter der Frucht, die du in Mitteleuropa im Supermarkt kaufst, eine weite, teure und aufwändige Reise, die beim Kauf doch zumindest bei Leuten, die es mit der Nachhaltigkeit ernst meinen, einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt.

Eine Avocado-Erfolgsgeschichte

Laut Zeit-Online wurden  im Jahr 2010 28.000 Tonnen Avocados nach Deutschland eingeführt. Im Jahr 2015 waren es bereits 45.000 Tonnen, und der Trend scheint nicht abzuflachen. Die Erfolgsgeschichte dieser Frucht ist mehr als interessant, dazu empfehle ich folgenden Artikel der Süddeutschen Zeitung: Alles im grünen Bereich (Der Artikel ist eine Anzeige, mir war jedoch nicht ersichtlich, für wen. Wahrscheinlich die Avocado-Lobby.)

Die Sorte „Hass“ jedenfalls, die bei uns zu dem am häufigsten verkauften zählt, stammt ursprünglich aus Kalifornien, wo alles mit einer einzigen Pflanze begann. Tatsächlich stammt jede Avocado von einem einzigen Urvater und einer Zufallsentdeckung ab. Heute werden Tausende dieser Bäume in großen Teilen der Welt angebaut. Was ihr euch merken könnt, ist, dass der Namensgeber der Pflanze „Hass“ ein experimentierfreudiger Briefträger war. Chapeau!

Avocado
So wachsen Avocados auf Bäumen

Eine Avocado benötigt fast 500 Liter Wasser

Ist das nicht verrückt? Für ein bisschen mehr als 2 Avocados gehen laut zeit.de (s. Quellen) 1000 Liter Wasser drauf. Das ist eine ungeheure Menge, die in diesem von Dürre und Wassermangel geplagten Gebiet weitaus sinnvolleren Einsatz finden könnte. Welches Gebiet? Nun, die meisten Avocados der Sorte Hass kommen aus Chile oder Peru (und natürlich noch einigen weiteren Ländern wie der Dom. Rep. etc). Diesen Ländern fehlt das Wasser teilweise an viel wichtigeren Stellen. Während das Land verdurstet, investieren die Avocado-Bauern in lange Pipelines für frisches Wasser, in neue Straßen und sie eröffnen viele Arbeitsplätze- endlich ein Pluspunkt! Ja, eine große Avocado-Plantage kann tausende Arbeiter beschäftigen, die laut „Zeit“ sogar ganz normal und gut verdienen (können).  Das ändert nur leider nichts an den furchtbaren Folgen für Natur und Umwelt. Der Boden wird ausgelaugt, ganze Landstriche werden für Plantagen gerodet und verbrannt. Wir bekommen davon natürlich nichts mit. Es ist wie mit der Mode: Aus den Augen, aus dem Sinn. Wir SOLLEN in Wahrheit gar nicht wissen, woher unser Essen genau kommt, und wie es dort aussieht. Der mitteleuropäischen Bevölkerung wird alles auf dem Silbertablett serviert. Denn die zahlt gut.

Avocado
Cremig gelblich bis grün- diese Avocado ist reif!

First World Problems

Lange Zeit war das Avocado-Essen ein Problem: Die Früchte werden unreif geerntet und verschickt, um den langen Transport zu überstehen. Sie sind unreif nämlich noch besonders hart und nehmen keinen Schaden. Allerdings konnte man so den Zeitpunkt der perfekten Reife schwer abpassen. Man musste die Früchte nach dem Kauf zwei, bis drei Tage liegen lasse, manchmal sogar länger. Seit einiger Zeit gibt es sie aber; die perfekt reife Avocado, zum Kaufen und „gleich-Essen“. Das liegt an einem ausgeklügelten System, welches sich in der Nähe von Rotterdam befindet.

Beitrag: Wie Plastik ins Meer und deinen Magen gelangt

Dort werden die unreifen Avocados nach ihrer langen Reise in eine besondere Lagerhalle verfrachtet. Ein riesiger Ventilator verteilt dort das Reifegas Ethen gleichmäßig im ganzen Raum. Ethen wird beispielsweise auch von Bananen abgesondert, weswegen man kein anderes Obst direkt daneben lagern sollte. Zusätzlich wird der Raum gekühlt und erwärmt- in unterschiedlichen Intervallen. Bis nach ungefähr 6 Tagen (siehe zeit.de in den Quellen) die Avocados perfekt gereift in den Supermarkt kommen. Natürlich erst nach einem Röntgen, das sicherstellt, dass nicht doch irgendwo ein dunkler Fleck entstanden ist. Dort liegen sie bereit, oft ein wenig teurer, als die anderen, unreifen. Die gibt es nämlich trotzdem noch. Die, bei denen man 2-3 Tage warten und den perfekten Zeitpunkt selber finden muss. Was für eine Ungemütlichkeit! Nachdem dieses First World Problem also gelöst wurde, ist die Avocado beliebter, denn je.

Avocado
An der rauen Schale erkennt man die Avocado der Sorte „Hass“ sofort.

Die Lösung?

Wie die Zeit so schön schreibt, „… müsste man die Arme-Leute-Küche wiederentdecken.“ (s. Quellen – zeit.de) Ein wenig lokaler denken, nicht so global. Superfood haben wir im eigenen Garten stehen, da braucht es gar nichts Exotisches, auch, wenn das momentan natürlich ziemlich in ist und einfach cool aussieht. Ich esse selber gerne hin und wieder eine Avocado oder Mangos. Ich nehme mich da gar nicht hinaus, nur möchte ich das Problem aufzeigen. Die Avocado ist nur eine von vielen Früchten, die nach Ökobilanz wirklich gar keinen Sinn macht in Mitteleuropa. Und all die schönen Lifestyleblogger und „gesund-Lebenden“, die jeden Tag ihre Avocado-Brote auf instagram posten, bewirken genau das Gegenteil dessen, was sie eigentlich zu vermitteln versuchen. Es ist eines der Hauptprobleme unserer Gesellschaft, dass wir einfach komplett von den Quellen unseres Essens abgeschnitten sind. Immer weniger Leute haben eine Ahnung, wie die Pflanze hinter der Frucht aussieht, was sie zum Leben braucht und woher sie kommt – und, was das bedeutet. Ich plädiere dafür, sich wieder vermehrt mit dem Essen auseinanderzusetzen. Schon ein kleines Beet am Balkon kann unglaublich Spaß machen und wieder mehr Aufmerksamkeit darauf lenken, worum es eigentlich geht.

Auch, wenn mir „die Zeit“ nicht immer ganz aus der Seele spricht, möchte ich euch folgenden Artikel, auf dem dieser Beitrag fußt, sehr stark empfehlen:

Zeit.de – Superfood Trend

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, woher die Avocado eigentlich kommt? Lass mir doch einen Kommentar hier.

Avocado


Quellen

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43041/Alles-im-gruenen-Bereich (ACHTUNG: Artikel ist eine Anzeige/Kooperation. Mit wem? Keine Ahnung)

http://www.zeit.de/2016/43/avocado-superfood-anbau-oekologie-trend

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/avocado.html

https://www.hassavocadoboard.com

40 comments

  1. Hey Laurel,

    den Artikel habe ich auch gelesen und da kommt einem die Avocado echt ganz schnell wieder hoch. Gut das du nochmal darüber informierst und ich teile deinen Artikel mal bei Pinterest in der Kategorie Gedanken. Ich hoffe das ist ok.

    Liebe Grüße
    Rebecca

    1. Hey Rebecca,
      Oh, ja! Ich verstehe dich sehr gut! Was mich irgendwie nervt ist, dass es wie fast überall, kein großes Problem wäre, wenn man hin und wieder mal eine Avocado isst, besser selten, als zu oft. Aber sie ist momentan so angesagt, dass man einfach überall darauf gestoßen wird. Ich kann mir die Mengen gar nicht vorstellen, die monatlich dafür importiert werden müssen. Schon ein wenig bedenklich. Alles in Maßen, und die Welt wäre ein besserer Ort.

      Liebe Grüße,
      Laurel

      P.S.: Bitte natürlich gerne teilen, würde mich freuen! Hab jetzt auch ein schönes Bild für Pinterest hinzugefügt.

  2. Ich finde gut, dass du hier einmal darauf hinweist, welchen Schadstoff-Abdruck die Avocado in der Welt hinterlässt und das man genau aus solchen Gründen den Verzehr runterschrauben sollte. Gerade die Menschen, die Nachhaltigkeit und Gesundheit auf Ihren Plan geschrieben haben, sollten doch einmal nachdenken.:/
    Liebe Grüße

    1. Hey! 🙂
      Ja, ich bin ja gar nicht extrem dagegen oder verurteile Leute, die hin und wieder Avocados essen. Aber diese Omnipräsenz der Früchte + die Importzahlen sind schon echt unglaublich. Ein bisschen runterschrauben wäre sicher der richtige Weg. Danke für deine Gedanken dazu!
      Liebe Grüße!

  3. Ich finde es gut, dass du aufklärst und täglich Avocado essen ist wirklich übertrieben. Was mich aber auch ärgert ist, dass mir Leute, denen ihr Konsum total egal ist, die drei mal täglich Fleisch essen, dann sage: Ja aber du isst Avocados, das ist mindestens genauso schlimm.. Es ist ja kein Wettbewerb um Nachhaltigkeit, aber für mich ist der bessere Weg eine Avocado pro Woche und gar kein Fleisch, vor allem weil ein Steak auch 4000 Liter Wasser und Futter, für das der Regenwald abgeholzt wurde enthält. Nichtdestotrotz gebe ich dir auf jeden Fall Recht, dass man hauptsächlich regional und saisonal einkaufen sollte – ich achte da schon drauf, aber gebe zu – ab und zu eine Avocado, da kann ich nicht widerstehen. Ich habe auch schon Avocados bei einer Finka in Spanien bestellt, die ganz unbehandelt direkt nach der Ernte geshcickt wurden – so lecker, kein Vergleich zu den begasten eingeschifften – aber dort muss man sich auch nach der Saison richten, und die ist gerade leider schon vorbei :/

    1. Hey!
      Klar, das ist auch die richtige Sichtweise! Darum soll es hier gar nicht gehen. Ich denke auch, dass eine Avocado in der Woche viel nachhaltiger ist, als ständig Fleisch zu essen. Ganz von Nachhaltigkeit abgesehen, geht es beim Fleischkonsum auch noch um das Tierwohl, das oft leider sehr schlecht oder gar nicht garantiert werden kann. Da gebe ich dir total Recht! Mit Nutztierhaltung werde ich mich eh bald ausführlicher beschäftigen. Das ist noch viel schlimmer.
      Das mit der Finka klingt toll! Das macht diese paar Avocados gleich zu etwas Besonderem!

  4. Hallo Laurel!

    Ein toller Artikel – danke dir dafür!
    Ich habe den ZEIT-Artikel auch mit Begeisterung gelesen, als er veröffentlicht wurde – und erst da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, was das eigentlich für ein Drama ist mit der Avocado (ein gut inszeniertes, das muss man zugeben).
    Wir haben in den letzten Jahren unseren Konsum von exotischen Früchten und Gemüse zwar stark zurückgefahren, aber alle paar Wochen verirrt sich doch eine Avocado in unseren Beutel – nur wissen wir jetzt umso mehr, warum wir da so genau hinschauen.

    Vor allem das Paradox mit den Nachhaltigkeits-Blogger*innen, die ständig Avocado-Toasts posten, finde ich sehr bedenklich und irgendwo auch traurig, zeigt es doch, dass wir niemals aufhören dürfen, Dinge zu hinterfragen und uns immer wieder informieren und nachdenken müssen, bevor wir auf einen Trendzug aufspringen.
    Ich hoffe jedenfalls, dass die Arme-Leute-Küche bald wieder boomt – das kann die Welt gut gebrauchen.

    Liebe Grüße
    Jenni

    1. Hallo Jenni,
      Vielen Dank für deinen Kommentar, ich freue mich immer sehr, wenn dir ein Beitrag bei mir gefällt!
      Ich kaufe allgemein selten exotische Früchte, und wenn es einmal im Monat eine Mango und eine Avocado sind, glaube ich, dass diese Mengen für einen halbwegs nachhaltigen Lebensstil okay sind. Es ginge ja immer besser, aber Perfektion muss nicht sein, oder? Da finde ich es wirklich gar nicht schlimm, wenn alle paar Wochen mal eine Avocado drin ist!
      Oh, da hast du Recht. Wenn ein Trendzug dieser Art heranrauscht, empfiehlt es sich eigentlich meistens, erstmal in der Station zu bleiben und sich durch die Fenster einen guten Blick ins Innere zu verschaffen.
      Auf die „Arme-Leute-Küche“!
      Liebe Grüße,
      Laurel

  5. Hallo Laurel,
    ich habe den Artikel in der Zeit ebenfalls gelesen und war danach echt schockiert. Diese ganze Bandbreite war mir bis dahin tatsächlich nicht bewusst. Vor allem der enorme Wasserverbrauch ist wirklich erschreckend. Ich versuche auch sehr saisonal einzukaufen, aber auch ich kann den Mangos und Avocados nicht immer widerstehen. Allerdings sind es jetzt bewusste und seltene Entscheidungen, mir diese Früchte zu kaufen. Ich denke, das ist für mich gerade der beste Weg.
    Ich finde es toll, dass du hier auf das Thema aufmerksam machst, von dem sicher immer noch viel zu wenig Leute wissen.
    Liebe Grüße
    Saskia

    1. Hallo Saskia,
      Freut mich sehr, wenn du den Beitrag gut fandest! Mich haben die benötigten Wassermassen auch sehr schockiert. Falls du noch mehr irre Daten sehen willst, schau mal ganz kurz hier rein: https://laurelkoeniger.eu/so-kannst-du-wasser-sparen/
      Ich mache es so ähnlich, wie du. Man darf sich schon hin und wieder etwas gönnen, es kann ja dafür einfach seltener und etwas Besonderes sein.

      Liebe Grüße,
      Laurel

  6. Hallo Laurel!

    Danke für diesen wertvollen Beitrag! Ich esse auch gerne hin und wieder eine Avocado. Unser Konsum beschränkt sich aber auf wenige Stücke pro Jahr. Wenn ich sie im Supermarkt kaufe, dann nur aus biologischen Anbau. Aber auch da kommt sie meist aus Peru. Auf dem Biomarkt find ich sie auch hin und wieder und letztens habe ich entdeckt, dass ich sie über unsere Lebensmittelkooperative auch aus Italien bekomme. Dafür muss ich wieder warten, bis die Avocado Saison hat. Und im Supermarkt möcht ich sie gar nicht mehr kaufen.

    LG Sabrina

    1. Hey Sabrina,

      Danke für deinen motivierenden Kommentar! Das klingt wirklich schön; erstens der geringe Konsum, da ist die Avocado noch etwas Besonderes, zweitens die italienische Alternative- wirklich cool! Ich muss mal herausfinden, ob es das für Wien gibt, das wäre toll! Saisonal zu kaufen ist ja eigentlich immer gut, weil man dann fast alles aus dem eigenen Land beziehen kann.

      Liebe Grüße,
      Laurel

    2. Hallo Laurel!
      Ich bin aus Wien. Die Lebensmittelkooperativen auch FoodCoops genannt schießen wie die Schwammerl aus dem Boden bzw. gibt es die schon seit einigen Jahren. Hier die Website mit Infos https://foodcoops.at (dürften grad ein Serverproblem haben, weil die Seite grad nicht erreichbar ist). Oder hier: http://www.umweltberatung.at/foodcoops-lebensmittelkooperativen
      Oder du schaust auf meinem Blog vorbei. Ich hab ein paar Beiträge über meine Erfahrung damit geschrieben.

      LG Sabrina

    3. Hallo Sabrina,
      Wie toll! Ich war erst vor kurzem auf einer Veranstaltung, wo ich zum ersten Mal von FoodCops in Wien erfahren habe. Aber dass man hier auch teilweise Avocados beziehen kann beziehungsweise du aus Wien bist, freut mich sehr! Ich schaue gerne auf dem Blog vorbei- wollte in diesem Sommer mal einer beitreten.
      Liebe Grüße,
      Laurel

  7. Hallo Laurel!
    Ein toller Beitrag, auch wenn die Wahrheit weh tut!
    Dadurch das wir nur in eine gigantische Obstabteilung laufen müssen wo es alles gibt, ist man natürlich viel leichter dazu verleitet, all das tropische Obst zu kaufen. Aber wenn ich mir dann immer überlege wie viele tausend Kilometer das Obst zurückgelegt hat, greife ich meist doch lieber zum regionalen Apfel.
    Was mich auch etwas nervt, ist wenn Bio Produkte, die ich im Süden Deutschlands kaufe, dann plötzlich aus dem Norden kommen und auch schon 800km durch die Weltgeschichte gefahren wurden. Ist das dann noch Bio? Ich weiß es nicht.
    Jedenfalls freue ich mich sehr über diesen Beitrag, denn nur Vegan zu essen und dabei Essen aus der ganzen Welt zu konsumieren ist dann ja wirklich nicht so nachhaltig.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag noch,
    Sophie

    1. Hallo Sophie,

      Ein paar sehr interessante Gedanken, die du da erwähnst. Man wird total einfach dazu verleitet, sich all diese bunten und „seltenen“, eben exotischen Früchte zu kaufen. Schön, dass du dann doch immer wieder zum regionalen Produkt greifst. Und ja, was für eine gute Frage: Ist es noch „Bio“, wenn es tausende Kilometer zurückgelegt hat, oder ist dann nicht doch die „Nicht-Bio“ Orange aus dem Nachbarland Italien vielleicht besser für die Umwelt? Es wird uns nicht einfach gemacht und teilweise kann man gar nicht mehr beurteilen, welche Lösung die umweltschonendste wäre. Aber genau hier beginnt es: Mal lieber zum regionalen Produkt greifen, statt sich der exotischen Vielfalt zu ergeben. 🙂
      Dir auch noch einen schönen Tag!
      Liebe Grüße,
      Laurel

  8. Uiuiuii und ich liebe Avocado, hab heute erst wieder zwei gekauft 🙁

    Aber ich versuche seit Wochen die Avocado zum „austreiben“ zu bringen und selbst welche anzupflangen … Dann würd ich mir die nicht mehr kaufen. Meine Freundin hat das letztes Jahr gemacht und heuer waren gleich drei Avocados drauf 😀 Dan weiß ich wenigstens wo sie herkommt 😀

    LG Danie

    1. Hey Danie,

      Oh, was für ein cooler Plan! Das will ich auch bald versuchen! Ein Freund von mir hat 5 Pflanzen zum Sprießen gebracht- denen geht es sehr gut! Ist schon schön zu wissen, woher mein Essen kommt 🙂 Berichte gerne, falls es klappt! Bin gespannt!

      Liebe Grüße,
      Laurel

  9. Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Leider muss ich zugeben , dass ich noch nichts darüber gelesen und mich auch nich darüber informiert habe habe. Das wird wohl daran liegen, dass ich absolut keine Avocado mag und dein Beitrag bestätigt mich darin.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Hey Sigrid,

      Dann passt das ja perfekt! 😀 Regionales Einkaufen ist so ziemlich die beste Lösung des Problems, das die Globalisierung mit sich bringt. 🙂

      Liebe Grüße,
      Laurel

  10. Herrje,
    das lese ich jetzt zum ersten Mal bin allerdings ein wenig erschuettert! Der Weg der Avocado ist einfach zu weit auf meinen Teller! Wenn ich bedenke, ich habe erst letztens Avocado im Rezept verwendet! Pfui!
    Ich werde es mir zu Herzen nehmen und bewusster Nahrung kaufen.

    Viele Grüße,
    Alexa.

    1. Hey Alexa,

      Nicht erschüttert sein. 🙂 Es gibt Menschen, die essen tagtäglich Avocado. Einfach ein wenig reduzieren, wenn man merkt, dass es vielleicht doch zu viel des „Schlechten“ ist. Der Weg ist einfach tatsächlich unglaublich weit und die Folgen für Umwelt & CO. nicht besonders schön. Finde es schön, dass du darüber nachdenkst! 🙂

      Liebe Grüße,
      Laurel

    1. Hey Jasmin,

      Haha, sie schmecken wirklich gut, da kann man nichts Sagen. Nur, so ganz lohnt sich der Aufwand irgendwie nicht, oder? Und eine Avocado um ca. 1€ kaufen zu können ist schon auch irgendwie verrückt, wenn man die Reise bedenkt.

  11. Danke für deine informierenden Worte! Ich selbst esse zwar gern hin und wieder mal eine Avocado, aber welch weiten Weg sie hinter sich legt, habe ich nie bedacht. Ich glaube, ich denke jetzt doch lieber zweimal nach, bevor ich wieder Avocados kaufe!
    Liebe Grüße
    Andrina

    1. Hallo Andrina,

      Ja, so ganz passt es irgendwie doch einfach nicht. Aber das ist natürlich mit vielem Obst und Gemüse so. Den größten positiven Effekt erhält man, wenn man so regional wie möglich kauft.

      Liebe Grüße,
      Laurel

  12. Ich muss gestehen, dass ich diese Informationen bereits kannte. Und trotzdem esse ich immer noch Avocado. Mittlerweile allerdings bedeutend weniger. Ich mag sie sehr gern, deshalb muss ich mich immer wieder daran erinnern, lieber zu verzichten. Daher habe ich auch mit Freuden deinen Artikel gelesen.
    Liebe Grüße
    Kat

    1. Hey Kat,

      Sehr, sehr selten esse ich auch noch eine Avocado, sie schmecken einfach so gut! Aber so ganz geht die Rechnung meiner Meinung nach einfach nicht auf bezüglich Genuss-Umweltschäden. Es gibt aber zum Beispiel auf manchen Märkten welche aus Italien! Ich hoffe einfach, dass das mit der Zeit auch besser wird!

      Liebe Grüße,
      Laurel

  13. Hallo Laurel,

    danke für den informativen Beitrag! Ich liebe mittlerweile Avocados … früher mochte ich sie gar nicht. Ehrlich gesagt habe ich mich ja schon gewundert dass Avocados derart gepusht werden und keiner über die negativen Seiten dieses steigenden Konsums berichtet. Darüber sollte man nämlich auch nachdenken!

    Liebe Grüße
    Verena

    1. Hallo Verena,

      Ja, nicht wahr? Irgendwie birgt einfach jeder Hype so seine Schattenseiten. Und wenn man sich mal aufmerksam umsieht, wo es überall Avocados in was für Formen und Speisen gibt, ist es eh gar nicht mehr verwunderlich, dass irgendwo anders dafür etwas ein wenig schief laufen muss.
      Danke für deinen Kommentar!

      Liebe Grüße,
      Laurel

  14. Hey Laurel,
    ich wusste zwar schon, dass der Transport von der Avocado sicherlich nicht ökologisch wertvoll ist, aber das ganze drum herum war mir neu. Ich bin echt schockiert… Da verzichte ich doch lieber auf die Avocado und schaue mich in heimischen Märkten um…
    Dank für die Aufklärung und lieben Griß
    Jil

  15. Hallo!
    Erst heute habe ich deine Seite entdeckt und bin jetzt schon begeistert. Vorallem dieser Beitrag hier hat es mir angetan. Schon allein die Überschrift finde ich richtig gut; ich habe ja schließlich auch draufgeklickt, an den Gedanken an mein (fast) tägliches Avocado Brot… Und obwohl ich wusste das der Transport von Avocados ökologisch nicht sehr wertvoll ist, sind mir viele Infos hier doch neu…
    Jetzt stöbere ich weiterhin auf dieser Seite rum, nur sichtlich schockierter 😉 und mit dem Vorsatz weniger Avocados zu essen!
    Vielen dank für’s Augen öffnen,
    Hanna
    von http://www.ourgreensmile.de

    1. Hey Hanna,

      Vielen Dank für das Lob! Freut mich echt immer sehr, wenn meine Beiträge jemanden sehr ansprechen! 😀
      Hab mir den Vorsatz auch gemacht und bis jetzt funktioniert er sehr gut! Man muss sich ja nicht gleich alle Freuden verwehren, aber zumindest mal daran denken und auch hin und wieder umsetzen.
      Ich hoffe, du hattest Spaß beim weiter Herumschauen!

      Liebe Grüße,
      Laurel

  16. Huhu…

    Oh wow. Das wusste ich ja noch gar nicht und du hast Recht, unglaublich was sie an Wasser benötigt. Selber Esse ich keine Avocado, einfach weil sie mir nicht schmeckt. Aber schon etwas erschreckend, finde ich.
    Danke für den Spannenden Beitrag.

    Alles liebe

  17. Du sprichst mir aus der Seele. Ich esse seit Monaten kein Avocado – ich weiß, dass das wenig ausmacht, aber auch “Wenn dein Ziel groß ist und deine Mittel klein, handle trotzdem. Durch dein Handeln allein werden auch deine Mittel wachsen.
    Aurobindo”
    Liebe Grüße
    Katalin
    http://www.disawistories.com

  18. Die Avocado ist nur ein ganz kleiner Teil des Problems, wenn man bedenkt, dass für ein Kilo Rindfleisch 10.000 Liter Wasser gebraucht werden, Unmengen an pflanzlicher Nahrung und die Vergiftung von Böden und Gewässern damit einhergeht. Das macht die Problematik natürlich jetzt nicht besser, lenkt aber trotzdem vom eigentlich Hauptproblem ab. Deinen Artikel fand ich gut, Avocados sind generell nie regelmäßig auf meinem Speiseplan, aber jetzt werde ich noch etwas mehr darauf achten.

  19. hey laurel, wahnsinn was für eine recherchier arbeit du auf dich genommen hast. mir ist es bewusst, dass es viele obst und gemüsesorten gibt, die genauso wie die avocado nicht so easy zu bekommen sind, aber dass es bei der avocado doch so extrem ist, war mir nicht bewusst. wenn wir bedenken, dass wir die avocado schon seit je her essen und sich natürlich am anbau in den jahrzehnten nichts geändert hat dann hossa.
    stell dir vor, die avocado würde bei uns „aussterben“, weil die kosten nicht mehr tragbar wären, dann wäre das ja ein sterbegrund für gewisse instagram accounts :)))
    glg karolina

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